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JZ Schöne Jonge

Geschichte des JZ Schöne Jonge:
Irgendwann im Jahre 1959, es ist nicht mehr ganz nachvollziehbar, fanden sich 10 Gierather Jonge zusammen und wollten am Schützenfest teilnehmen. Die Überlieferung sagt nun, dass dieser Entschluss kräftig gefeiert worden sei und dass nachts auf der Straße herumpalavert wurde. Dabei fühlten sich wohl Anwohner im Schlaf gestört, wobei eine Frau durch das geöffnete Fenster rief: "Ihr seid mir ja Schöne Jonge". So soll wohl der Name des Jägerzuges entstanden sein.
Als 1. Zugführer im Jägerzug fungierte Hans-Josef Willkomm, der auch gleichzeitig 1. Zugkönig wurde. Weitere Gründer des Jägerzuges "Schöne Jonge" waren:
Willibert Dierkes, Cornel Elswyck, Hans-Willi Kaltenberg, Hans-Arnold Merheim, Heinz-Günter Merheim, Hermann-Josef Sack, Horst Weiler und Günter Willkomm.
Ab dem Jahre 1964 übernahm Günter Willkomm das Amt des Zugführers von seinem Bruder Hans-Josef Willkomm. Seit 1993 hat Hans Kreuels dieses Amt inne.
Nach der Gründung des Jägerzuges wollten natürlich alle am Vereinsleben des Bürgerschützenvereins Gierath-Gubberath teilnehmen. Schützenfest 1959/60 wurde das erste Mal im Regiment mitmarschiert. Es ergab sich dann gleich im ersten Jahr, dass der Zugführer Hans-Josef Willkomm den Vogel von der Stange holte. Somit wurde der Jägerzug "Schöne Jonge" gleich im ersten Jahr Königszug und König wurde hierdurch Willi Willkomm aus dem Broich. Das war natürlich eine heiße Aufgabe für die jungen Burschen, den Königszug zu spielen mit allen Pflichten, Arbeiten und natürlich auch dem Feiern.
Genau 10 Jahre später, 1969/70, war es dann wieder einmal soweit. Wie üblich saßen alle beim KIompenball mit einer Bank an der Theke. Die Königsbewerber ließen noch auf sich warten. In Bierlaune ging dann Lorenz Haupts zur Stange. Inzwischen mit 6 Bewerbern holte er dann den Vogel herunter. Sein Adjutant wurde Günter Wilms. Auch diese Aufgabe wurde vom Königszug "Schöne Jonge" mit großem Arrangement und Freude gelöst.
Dann gab es da noch das Jahr 1977/78. Gerüchte und Fragen innerhalb des Zuges wurden am Schützenfestsamstag immer intensiver diskutiert: Warum hat de Hännes dat Hus jestriche? Hat dat jet zu bedüe? Die Erinnerung der damaligen Zugmitglieder ist noch da. Kirmessamstag nachts, als es nach Hause ging, wurde die angeblich neue Residenz mit Rübenblättern geschmückt und die Parade gekloppt. Der Vogelschuss 1977 war schon in Gang. Hans Kreuels wusste immer noch nicht, soll ich oder soll ich nicht. Das Marschieren und Schmücken von Samstag schien aber doch etwas bewirkt zu haben, denn eine Stunde später war es klar, dass die neue Residenz bei Hans Kreuels steht. Hans Kreuels ernannte seinen Bruder Günter Kreuels zum Adjutanten. Auch diese Erlebnisse im Königsjahr sind unvergesslich und haben im Jägerzug viel Freude bereitet.
Als nächstes kommt der Mai 1983. Hier konnte Günter Willkomm beim nunmehr dritten Anlauf das Zittern an der Stange erfolgreich beenden. Hans Kreuels, sein Adjutant, holte für ihn den Vogel von der Stange. Somit konnte er sich seinen größten Wunsch, sein Silberjubiläum im Zug und das Silberjubiläum im Bürgerschützenverein als Schützenkönig zu erleben, erfüllen. Der Jägerzug "Schöne Jonge" stellte sich wieder einmal mit Freude den Aufgaben des Königszuges.
Das Jahr 1995 brachte dann für den Jägerzug ein Problem, das erst einmal gelöst werden musste. Der amtierende Schützenkönig Herbert Schuld konnte aus persönlichen Gründen sein Amt nicht wahrnehmen. Ereignisreiche, außergewöhnliche Versammlungen im Jägerzug brachten dann doch noch eine Lösung. Aus den Reihen des Königszuges stellten sich Heinz und Christa Hilden zur Verfügung und wurden im Mai 1996 als SM Heinz II und Königin Christa gekrönt. Die Aufgabe des Adjutanten übernahm Heinz Creutz.
Auch dieses Königsjahr ist trotz aller Problematik letztendlich in guter Erinnerung des Jägerzuges "Schöne Jonge" geblieben.
Dann kam das Jahr 1998. Die Königsbewerber zum Königsvogelschuss taten sich noch schwer. Peter Klaß, der nach den vergeblichen Versuchen 1994 und 1995 seiner Frau Angelika versprochen hatte, nie mehr an die Stange zu gehen, sprach plötzlich: "Ech scheß jetz doch noch ens drop". Das Ergebnis des Königsvogelschusses und die Erfüllung eines Wunsches war: SM Peter III und Königin Angelika. Die Funktion des Adjutanten wurde von Peter Klaß an Heinz Creutz übertragen. Außerdem konnte Peter Klaß das Königsjahr mit dem 40jährigen Bestehen des Jägerzuges "Schöne Jonge" verbinden. Auch dieses Königsjahr ist allen im Jägerzug "Schöne Jonge" noch in guter, freudiger Erinnerung.
Viele Aktivitäten des Bürgerschützenvereins wurden durch den Jägerzug "Schöne Jonge" unterstützt. Bei Schießwettbewerben des Bürgerschützenvereines konnten einige Jahre gute Platzierungen belegt werden. Auch das Klompenschmücken, hauptsächlich durch die Zugfrauen organisiert, brachte mehrere Jahre bei der Prämierung gute Plätze. Die Zuggemeinschaft hat in den Jahren ihres Bestehens Ereignisse fröhlicher, lustiger und auch trauriger Art erleben müssen. Erinnerungen, die man nicht alle aufzählen kann. Außer den offiziellen Dingen gibt es auch noch ein Zug internes Leben. Da ist zu berichten von Busreisen, z. B. in die Eifel, in den Schnee 1981, nach Hamburg 1984, zum Oktoberfest nach München 1991, in den Norden nach Aurich 1996 oder 2004 nach Alzey.
Liebgewordene Traditionen sind :
- das alljährliche Wandern (Palmsonntag) mit Frauen und gemütlichem Beisammensein beim Mittagessen und Kaffee und Kuchen. Es soll auch abends schon mal etwas länger geworden sein.
- lange Jahre der Zugkönigvogelschuss in Steinhausen und in den letzten Jahren in Koblenz-Metternich. Am gemeinsamen Zugkönigsvogelschuss in Koblenz-Metternich konnten sich zwischenzeitlich noch einige andere Züge des Bürgerschützenvereines erfreuen.
- Da gibt es noch die jährlichen Herrenwanderungen. Man glaubt es kaum. Die wunderschönen Rheinhöhenwege links- und rechtsrheinisch von Bonn bis Rüdesheim, das Ahrtal, in der Eifel, die Seen um Nettetal wurden alle erwandert und endeten fast immer in toller fröhlicher Gemeinschaft, irgendwo dem Zufall überlassen.
Kramt man in der Erinnerungskiste, kommen viele kuriose und lustige Geschichten zum Vorschein, seien es Wasserschlachten, Bratwurst essen, Formalausbildung, Pferdedressur und Vieles mehr.
Mittlerweile kann der Jägerzug "Schöne Jonge" auf 45 Jahre aktives Bestehen im Bürgerschützenverein Gierath-Gubberath zurückblicken.
Überraschend und völlig unerwartet verstarb das Zugmitglied Heinz Hilden, Schützenkönig 1996, im Juli 2004. Er fehlt in der Zuggemeinschaft und bleibt in guter Erinnerung.

Mitglieder des JZ Schöne Jonge (im August 2004):

Bild vom JZ Schöne Jonge
v.l.n.r.: Hans Kreuels (Zugführer), Herbert Schlaven, Conny Schröder, Philipp Merheim, Lutz Tied, Norbert Reichert, Peter Klaß, Jörg Schloßer, Horst Heck, Heinz Creutz, Rolf Schwittay, Peter Kramer

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